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Studio LCB: Paul Celan. Lesung mit Thomas Sparr

In dieses Jahr fallen sowohl Paul Celans 100. Geburtstag als auch sein 50. Todestag. Celan nahm sich im April 1970 in der Seine das Leben. Anlässlich dieser doppelten Gedenkstunde an diesen großen Dichter deutscher Sprache gibt es einige Neuerscheinungen. Darunter Thomas Sparrs »Todesfuge. Biografie eines Gedichts« (DVA, 2020). Thomas Sparr ist dem weltberühmten Gedicht hinterher gereist auf seinem Weg durch das Nachkriegseuropa bis hin nach New York und Jerusalem, und hat auch seine äußerst komplizierte Rezeptionsgeschichte in Deutschland in den Blick genommen. Ihren geografischen Bezugspunkt hat die »Todesfuge« allerdings im östlichsten Zipfel des alten Habsburgerreichs. In der Bukowina und in Czernowitz, dem vermuteten Entstehungsort. Das geistige Zentrum der Bukowina ist durch die Judenverfolgung nahezu vollständig ausgelöscht worden, danach verschwand die Stadt auf Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang. Mit Thomas Sparr diskutiert der Historiker Andrej Angrick. Außerdem gibt Klaus Reichert, der Paul Celan als Lektor bei Suhrkamp eingeführt hat, Einblicke in eine intensive Arbeitsbeziehung. Sein Buch »Erinnerungen und Briefe. Paul Celan« (Suhrkamp) erscheint im Mai 2020.

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