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Dance | Film

IBUIBU BELU: BODIES OF BORDERS

Tänzerischer Zusammenhalt auf einer geteilten Insel

Nicht weniger als 17.508 Inseln gehören zu Indonesien. Drei davon teilt es sich mit anderen Nationen, so auch die Insel Timor, wo die Region Belu an den Staat Osttimor grenzt. Der Ursprung dieser Teilung liegt weit zurück: Die osttimorische Hälfte der Insel wurde ab 1515 von Portugal, die indonesische ab 1640 von den Niederlanden kolonisiert. Familienbande und Freundschaften, Sprache und Religion verbinden die Menschen heute wie damals über die Grenze hinweg.
Auf der Spur dieser Zusammenhänge hat sich Eko Supriyanto – seit früher Kindheit im höfischen Tanz Javas und dem Kampfsport Pencak Silat geschult, später in Choreografie und Performance Studies ausgebildet – in Belu mit dem Likurai auseinandergesetzt. Dieser wird von Mädchen und Frauen getanzt, wenn die Männer aus dem Krieg zurückkehren. In Ibuibu Belu: Bodies of Borders kombiniert Supriyanto nun die Bewegungen und Rhythmen des traditionellen Likurai mit einer puristischen Theaterästhetik.

Für die Festival-Sonderausgabe A Sea Of Islands berichten die fünf Tänzerinnen aus Supriyantos Choreografie in einem Video über die Spuren, die das Coronavirus in Belu hinterlässt.

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